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FINANZMARKT-COCKTAIL IN HAMBURG

AKTIEN ODER IMMOBILIEN? WIE LEGE ICH MEIN GELD HEUTE SICHER AN?

Drängende Fragen beschäftigen die Anleger: Zinsen gibt es praktisch nicht mehr, die Aktienmärkte unterliegen starken Schwankungen. Also das ganze Geld in Immobilien investieren? Zwei Experten erläuterten den Gästen des Bankhauses die aktuelle Lage an den Aktien- und Immobilienmärkten.

Aktien

Karsten Dabelstein

Karsten Dabelstein, Leiter Vermögensverwaltung Private Kunden im Bankhaus DONNER & REUSCHEL, startete mit der Frage „Geht an Aktien noch ein Weg vorbei?“. Seine klare Antwort: Ja! Denn nur 14 Prozent aller Bundesbürger haben Aktien oder Fonds in ihrem Depot. Also muss es noch andere Anlagemöglichkeiten geben – nur lohnen sich diese heute kaum noch. So ist aktuell eine achtjährige Bundesanleihe unter der Null-Prozent Linie – ein Phänomen, das selbst der Experte bisher noch nicht erlebt hat. Solange die Europäische Zentralbank die Zinsen so niedrig hält – was sicherlich noch andauern wird, um den hoch verschuldeten Staaten in der EU finanzielle Spielräume zu geben –, bieten vor allem Aktien gute Renditechancen.

Allerdings sind die hohen Kursschwankungen für einen Anleger kaum auszuhalten. So hat der DAX von seinem Kurs-Hoch zu Jahresbeginn 2015 bis zum Februar-Tiefpunkt dieses Jahres über 29 Prozent eingebüßt. Deshalb sollten Anleger ein konsequentes Risikomanagement nutzen, um bei fallenden Kursen auszusteigen und bei aufwärts strebenden Kursen wieder dabei zu sein. Dieses Risikomanagement bietet das Bankhaus seinen Vermögens­verwaltungs­kunden. Die vergangenen Jahre sprechen für das Konzept: Während die Märkte starke Verluste hinnehmen mussten, konnten diese für Kunden deutlich reduziert werden und somit der Grundstein für ein nachhaltiges Kapitalwachstum gelegt werden.

Immobilien

Axel E. Kloth

Der Immobilien-Experte Axel E. Kloth, Inhaber der 1853 gegründeten J.L. Völckers & Sohn KG und Vizepräsident des Immobilienverbands Deutschland IVD, ging auf die Chancen und Risiken von Immobilieninvestments ein. Vieles wird über den Hamburger Immobilienmarkt publiziert – und vieles davon ist laut Kloth nicht richtig. Allgemein wird von steigenden Mieten gesprochen. Doch was genau ist der Grund dafür? Nicht die Nettomiete, die der Vermieter erhält, ist rasant gestiegen, sondern die Nebenkosten, und hier haben vor allem Energiekosten die Mietpreise erhöht. So muss der Käufer einer vermieteten Wohnung genau prüfen, ob die Rendite des Objektes sich wirklich lohnt. Gerade bei kleineren Wohnungen, deren Mieter häufig wechseln, können die Kosten den Gewinn leicht übersteigen. Insgesamt sind die Nettomieten langsamer gestiegen als die Inflation. Was wirklich beim Vermieter ankommt, ist weniger geworden.

Auch die Baukosten sind gestiegen,  was hauptsächlich durch politisch motivierte Maßnahmen zu erklären ist.

Oft wird angenommen, dass durch die Zuwanderung deutlich mehr Wohnraum benötigt wird. Doch auch das sieht Kloth kritisch: Es ist noch gar nicht einschätzbar, wie viele Zuwanderer dauerhaft bleiben. Auch werden diese Mieter kurzfristig nicht im normalen Wohnungsmarkt untergebracht werden können, sondern eher im unteren Preissegment nach einer Bleibe suchen.

Was jeder aktuell beachten sollte: Seitdem die Zinsen so niedrig sind, verzeichnen die Immobilienpreise einen starken Anstieg. Wenn die Zinsen wieder zulegen – denn tiefer sinken können sie nicht –  werden sich die Preise für Immobilien wieder normalisieren. Das erhöht für Anleger ohne nachhaltige Strategie das Risiko erheblich. Von einem kurzfristigen Engagement rät Kloth ab. Der Anleger sollte auf jeden Fall sehr langfristig planen.