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FRAUEN IM TALK

VEIT ETZOLD ZU GAST IM BANKHAUS


„Eine Frau kommt in den Raum. Hinter der Tür wartet der Mann ... “

Ein Thriller-Autor in den Räumen unseres Bankhauses. Er begann mit dem obigen Satz und fragte dann seine rund 50 Zuhörerinnen „Was sind Ihre ersten Gedanken, wie diese Geschichte weitergehen könnte?“

Alle waren sich einig: Blutig. Der Mann hat bestimmt ein Messer in der Hand und wird die Frau töten.

Warum denken wir das? Vielleicht hat er ja auch einen Blumenstrauß in der Hand oder einen Verlobungsring?

Dr. Veit Etzold, Top-Speaker, Strategieberater und Thriller-Autor löste diese Frage bei unserer Netzwerk-Veranstaltungsreihe „Frauen im Talk“, diesmal mit dem Thema „Female Storytelling“, auf: Unser Gehirn stammt noch aus der Steinzeit und hat sich kaum weiterentwickelt. Wir sehen immer und überall Gefahren – was in der Steinzeit durchaus sinnvoll war. Eine weitere Eigenschaft sicherte unseren Steinzeit-Vorfahren das Überleben: Sie erzählten sich Geschichten. Über die Gefahren und über die erfolgreichen Jagdstrategien. Indem sie Geschichten erzählten, erreichten sie die anderen. Fakten dagegen langweilen unser Gehirn und es fängt an, sich seine eigenen Geschichten zu erzählen – wer hat diese Erfahrung nicht schon mal gemacht, wenn ein Vortrag so langweilig war, dass unsere Gedanken immer wieder abschweiften.

Doch warum nun Female Storytelling?  Laut Dr. Etzold stoßen Frauen auf drei Widerstände im Business:

  •  „Old-Boy-Netzwerke“
  • Ihr oft zögerliches Verhalten – Männer plustern sich immer gern auf
  • Psychopathen in Führungspositionen – Frauen erwarten, dass ihr Gegenüber intuitiv weiß, was sie möchten oder was sie in ihrem Job leisten.

Besonders der dritte Punkt überrascht. Aber laut Etzold ist es wissenschaftlich bewiesen, dass gerade Männer in Führungspositionen häufig über wenig Empathie verfügen – ein Grund, warum sie diese Karriere gemacht haben. Unterschwellige Signale nehmen diese Männer noch viel weniger wahr als andere.

Was macht nun eine gute Geschichte aus? Etwas, was leider in der Unternehmenskommunikation fast immer fehlt: Ein Held und ein Schurke. Jede gute Story sollte damit starten, dass sie eine Situation beschreibt, die dann in ein Desaster übergeht, schließlich der Wendepunkt kommt und natürlich darf das Happy End nicht fehlen.

Kirsten Seidensticker, Veit Etzold

Mit diversen überraschenden Beispielen begeisterte der Thriller-Autor seine Zuhörerinnen, die anschließend noch viele Visitenkarten austauschten und die Veranstaltung auch für ihr ganz persönliches Netzwerk nutzten.

Und sicherlich werden einige den neuesten Thriller von Dr. Etzold lesen: Dark Web. Wir sind gespannt!

FRAUEN IM TALK

Unter diesem Namen haben wir eine Veranstaltungsreihe und Netzwerk-Plattform speziell für Kundinnen und interessierte Business-Frauen ins Leben gerufen. Hochkarätige Referenten informieren über Kunst & Kultur, geben Tipps zur Karrierestrategie oder Einblicke in die Finanzwelt. Ganz nebenbei haben Sie Gelegenheit, Ihr persönliches Netzwerk in einem angenehmen Rahmen zu erweitern.