DONNER & REUSCHEL » DAS BANKHAUS » AKTUELLES » GESUNDHEIT

GESUNDHEIT

Was bewegt viele unserer Kunden? Natürlich das Thema Geld. Eine unabhängige Beratung, die Ihre gesamten Finanzen, Ihre Ziele und Wünsche berücksichtigt, ist dabei für den Erfolg Ihrer Finanzstrategie unerlässlich. Aber noch wichtiger ist die eigene Gesundheit – auch hier ist ein ganzheitlicher Ansatz die Basis für ein gesundes Leben. Um Sie dabei zu unterstützen, sprachen wir mit Dr. Ahmadi-Simab, Ärztlicher Direktor des Klinikums am Stephansplatz in Hamburg (Bild oben).

Das Klinikum vereint individuelle Beratung und passgenaue Behandlung für die Patienten – die auch wir unseren Kunden in allen Finanzfragen gewährleisten. Künftig wird Dr. Ahmadi-Simab Sie im D&R MAGAZIN über neueste Erkenntnisse aus ärztlichen Studien informieren.

VITAMIN D: MYTHOS ODER MULTITALENT?

Früher gab es Lebertran, weil schon unsere Urgroßeltern wussten, dass Kinder ohne ausreichende Vitamin-D-Zufuhr in Gefahr waren, eine Knochenkrankheit namens Rachitis zu entwickeln. Besonders gefährdet waren die Kinder, die aufgrund ihrer sozialen Lage weder ausreichende Ernährung noch ausreichendes Sonnenlicht erhielten. Nun erfährt die Diskussion um Vitamin D, allerdings auf anderer Ebene, eine Renaissance. Überall ist von Vitamin-D-Mangel die Rede, Vitamin D ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde, die Gabe des Wundervitamins Colecalciferol, das eigentlich ein Hormon ist, sehr weit verbreitet. Denn auch der Mangel, den man jetzt messen kann, ist weit verbreitet – unter anderem wurden schon vor vielen Jahren extrem niedrige Vitamin-D-Spiegel bei Krankenhausärzten festgestellt – und gleichzeitig entdeckt die Wissenschaft immer neue wichtige Eigenschaften dieses Hormons, das so vielen von uns fehlt.

Die Fakten
Vitamin D ist wirklich ein Multitalent. Es besteht Einigkeit darüber, dass das Hormon auf bis zu 200 Gene in verschiedensten Zellen einwirkt, überall im Körper hat man Rezeptoren nachweisen können. In der Tat ist Vitamin D unersetzlich für die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und für die Knochenmineralisation. Es hat aber auch Einfluss auf das Immunsystem. Ein Zusammenhang mit verstärktem Auftreten oder verstärkte Aktivität von Autoimmunerkrankungen und rheumatischen Erkrankungen wird diskutiert, und es gibt Hinweise darauf, dass Vitamin D eine positive Rolle spielt in der Regulierung von Entzündungsprozessen, so auch bei der molekularen Steuerung von Entzündungs- und Immunprozessen an der Haut. Schuppenflechte (Psoriasis) kommt in nördlichen Breiten sehr viel häufiger vor als im Süden. Neuere Arbeiten belegen einen Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), und ausreichende Vitamin-D-Spiegel sollen das  Dickdarmkrebsrisiko senken. Auch für eine neurologische Systemerkrankung, die Multiple Sklerose (MS), gilt mittlerweile, dass niedrige Vitamin-DSpiegel mit schwererem Krankheitsgeschehen und häufigeren Schüben einhergehen.

Das sind nur einige Beispiele für Studien über positive Effekte von Vitamin D. Und wie ist es mit der sogenannten saisonal abhängigen (Winter-) Depression durch Lichtmangel? Ein Zusammenhang von gedrückter Stimmung und Vitamin-D-Mangel konnte inzwischen erbracht werden, ebenso für das Fatigue-Syndrom (Erschöpfung). Und selbst Ausprägung und Verlauf von kognitiven Störungen wie z. B. Demenzerkrankungen soll von Vitamin D beeinflusst sein.