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KARRIEREPLANUNG IM SPORT

TUNNELBLICK WAR GESTERN: WIE PROFISPORTLER IHRE KARRIERE PLANEN MÜSSEN

Unverhofft kommt oft: ein Kreuzband kann reißen, ein Vertrag beendet werden, auch eine teure Scheidung oder eine unprofitable Geldanlage können dazu führen, dass Verluste in großer Höhe entstehen. So endet manche Starkarriere im Profisport schnell. Besonders viele Negativbeispiele kennen wir aus dem Fußball – ein Sport, in dem aufstrebende Talente sehr schnell sehr viel Geld verdienen können. Doch die Jahre der großen Verdienstmöglichkeiten sind vergleichsweise kurz, und unerwartete Schwierigkeiten können auch den begabtesten Spieler ungeahnt früh ins Aus bringen. Im Bankhaus DONNER & REUSCHEL trafen sich Spielerberater aus allen Sportklassen, Sportwissenschaftler und Finanzexperten zum Austausch darüber, welchen Herausforderungen und Handlungsfeldern junge Spieler heutzutage gegenüberstehen. Anlässlich dieses Netzwerktreffens wurde auch eine neue Studie zum Thema Karrieremanagement im Sport vorgestellt.

Der Herausforderungen gibt es viele. Erfolgreichen Sportlern genügt eigentlich kein 24-Stunden-Tag, um alle Anforderungen zu bewältigen, die ihr Berufsleben so stellt. Wie umfangreich diese sind, beleuchtet die neue Studie des Instituts für Fußballmanagement der IUNworld GmbH, einer privaten Hochschule für angewandtes Management in München, die 20 Berater von aktiven Profifußballern intensiv befragte. Immerhin 70 Prozent der Sportler können ein hohes Ausbildungs­niveau (Abitur) vorweisen, 34 Prozent absolvieren sogar eine zusätzliche Ausbildung während ihrer sportlichen Karriere. Doch auch Trainer und Berater wissen, dass ihre Schützlinge mehr brauchen als beispielsweise fußballerische Ausbildung, mentales Coaching und menschliche Unterstützung. Denn, auch dies zeigt die Studie, 82 Prozent der Profifußballer erleiden in ihrer aktiven Zeit mindestens eine schwere Verletzung. Ganze 68 Prozent müssen sich mindestens einer Operation unterziehen, um eine Sportverletzung zu heilen. Was, wenn eine solche Verletzung die Karriere vorzeitig beendet?

FRÜHER FÜR SPÄTER VORSORGEN - IM PROFISPORT GILT DAS NOCH VIEL MEHR

Auch wenn die Karriere problemlos verläuft, mit spätestens 30 bis 35 Jahren ist Schluss. Bis zu diesem Zeitpunkt kann ein Berufssportler zwar überdurchschnittlich gut verdient haben, aber  beizeiten muss geklärt sein, ob das erwirtschaftete Vermögen einen soliden Grundstock für den Start in das Leben – und eine zweite Karriere – nach dem Sport darstellt. Das Rentenalter ist in der Regel zu diesem Zeitpunkt noch Jahrzehnte entfernt, und ob das Einkommen aus der Sportkarriere den Lebensstandard auch nur annähernd sichern kann, ist mehr als fraglich. Vermögens- und Finanzplanung müssen daher der individuellen Lebensplanung des Sportlers angepasst sein. Daraus ergeben sich dann auch Investitionen und Absiche­rungs­mechanismen, die dem Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen. Schließlich wird eine Investition nicht deshalb getätigt, weil sie „schick“ ist, sondern weil neben einer guten Ausgewogenheit der Geldanlage auch der return on investment stimmen muss. Denn in der Zeit nach der Sportkarriere wird sich das Gehalt womöglich in anderen Dimensionen bewegen.

Auch das zeigt die Studie: Eine Vermarktung mit finanziell attraktiven Sponsoren- oder Werbeverträgen ist ein Weg, der sich nur zeitweise und nur für die absoluten Top-Spieler eines Landes anbietet. Daher müssen die Erträge aus dem während der aktiven Zeit aufgebauten Vermögen ihren Teil zum Lebensunterhalt beitragen. Das wissen gute Spielerberater und Sportmanager.

GUTE FINANZPLANUNG – WENIGER ANSTRENGEND ALS ES KLINGT

„Eigentlich ist es ganz einfach“, sagt Martin Eckert, Finanzberater im Bankhaus DONNER & REUSCHEL, der sich seit Jahren mit den Bedürfnissen von Profisportlern auseinandersetzt. „Wir führen eine Analyse bestehender Investitionen durch, prüfen die finanziellen Chancen und Risiken und optimieren die Anlagestruktur langfristig für die Sicherung der finanziellen Zukunft des Sportlers. Und das auch gern in Zusammenarbeit mit Beratern oder Eltern – aber vor allem unter der Berücksichtigung seiner persönlichen und sportlichen Ziele und Träume.“

PROFIS FÜHREN PROFIS

So zeigt sich übergreifend über die vertretenen Sportarten, dass Förderung und Führung vor allem junger Talente ein Anliegen ist, das die Sportlermanager und -berater intensiv beschäftigt. Das Schlusswort zur Veranstaltung spricht Prof. Dr. Florian Kainz, Direktor des Instituts für Fußballmanagement: „Karrieremanagement hat eine ganz hohe Bedeutung. Man sieht in der öffentlichen Darstellung häufig entweder nur die Schokoladenseiten einer Karriere oder eben die krassen Negativbeispiele.“ Dabei hat er den Nerv getroffen, wie die Frage eines Teilnehmers zeigt: „Wann findet nochmal unser nächstes Treffen statt?“

Uwe Krebs, Vorstand DONNER & REUSCHEL (rechts), begrüßt die langjährige Zusammenarbeit mit dem Institut für Fußballmanagement und berichtete in kleiner Runde aus dem Erfahrungsschatz der Finanzberater davon, wie Profisportler mit fachkundiger Beratung auch für ihr weiteres Leben professionell vorsorgen. Prof. Dr. Kainz (links) holte die Sportfachkompetenz ins Haus: Dr. Karsten Schumann (2.v.l.) brachte viele Erkenntnisse aus seiner mehrjährigen Arbeit beim FC Bayern mit, Stefan Reisinger (2.v.r.) als ehemaliger Fußballprofi den Blick aus der Praxis.