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D&R MONATSRÜCKBLICK

JUNI 2018: KONJUNKTUR STOTTERT, BÖRSEN FAHREN ACHTERBAHN


Die Konjunktur stottert – aber Arbeitsmarkt und Konsum senden positive Signale
Die Weltwirtschaft zeigt sich im Fortgang des Jahres 2018 robust, einige Indikatoren mahnen aber zur Vorsicht. Zur Jahresmitte hat sich das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland und Europa weiter abgekühlt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind auf den tiefsten Stand seit 2012 gesunken. Das ifo-Institut hat die BIP-Prognose auf nur noch knapp 2% für Deutschland in 2018 nach unten korrigiert. Negativ wirken vor allem der eskalierende Handelskrieg, die politischen Unsicherheiten in Europa und der andauernde Fachkräftemangel in Deutschland. Aufgrund der sehr hohen Beschäftigungsquote in Europa und den USA hält sich die Konsumentenstimmung auf konstant gutem Niveau, allerdings verschärfen die anhaltenden protektionistischen Tendenzen die Bremswirkung für die Konjunktur.

Börsen erleben eine Achterbahnfahrt – Technologiewerte mit temporären Jahreshochs
Auch die internationalen Börsen können sich den eingetrübten Aussichten zur Jahresmitte nicht entziehen. Politische Börsen haben kurze Beine, sagt man allgemein. Ein durch die Politik initiierter Handelskrieg könnte jedoch länger wirken. DAX bzw. EURO STOXX hatten entsprechend zuletzt Kursverluste zu verzeichnen, im Juni knapp 4 Prozent. Die erneute Verhängung von Strafzöllen seitens der USA gegenüber China und Europa aber auch die anti-europäische Stimmung in Italien bereiten den Anlegern Sorgen. Die US-Aktienmärkte erlebten trotzdem einen neuerlichen Kaufrausch bei Technologie-Aktien im NASDAQ-Index, der mit rund 7.300 Punkten einen neuen Höchststand erklomm, während die Industriewerte im Dow Jones ganze 5 Prozent nachgeben mussten. Die Anleihemärkte konnten sich in diesem Zuge wieder über Zuflüsse freuen, die Risikoprämien engten sich ein und die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen gab auf 0,34 Prozent p.a. nach.

Der Euro stabilisiert sich – der Ölpreis folgt der politischen Unsicherheit
Der US-Dollar bewegte sich in einem engen Band zwischen 1,15 und 1,18 US-Dollar mit leichter Erholung zum Monatsende. Gegenüber dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken kam es ebenso zu stärkeren Kursverlusten von etwa 5 Prozent im Vergleich zu den Höchstständen aus dem ersten Quartal.

Wegen des entstandenen Nachfrageüberhangs und laufender OPEC-Beschränkungen stieg der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis Mai auf über 80 US-Dollar. Im Juni korrigierte die Notierung dann bis auf 72 US-Dollar. Gold tendierte bis Mai in einer engen Bandbreite zwischen 1.300 und 1.350 US-Dollar, fiel aber zur Jahresmitte auf 1.250 US-Dollar zurück. Damit konnte das Edelmetall seinen Ruf als Hort der Sicherheit nicht bestätigen, vielmehr verringerte sich der Preis sogar trotz leicht höherer Inflationszahlen.

Divergente Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks
Die Notenbanken der USA und der Eurozone fahren auch im Verlauf 2018 einen stark divergierenden Kurs. In den USA kam es Anfang Juni zur siebten Zinsanpassung auf 2,0 bis 2,25% seit 2016. Die EZB führt hingegen ihr QE-Programm mit derzeit 15 Mrd. Euro Anleihekäufen pro Monat noch bis Ende des Jahres 2018 durch, erst zum Jahresende kündigte Mario Draghi das Auslaufen der Käufe an. Das Zinsniveau soll aber noch bis mindestens Mitte 2019 tief bleiben. Wichtigste Orientierungsgröße ist immer noch die unter dem Zielkorridor liegende Inflationsentwicklung. Denn trotz höherer Rohstoff- und Produzentenpreise bleibt der Inflationsdruck derzeit noch moderat, in den USA bei ca. 2,5% und in Europa auf noch sehr niedrigen 1,4% in der Kernrate.


Stand: 03.07.2018

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