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D&R MONATSRÜCKBLICK

MÄRZ 2018: DIE PROTEKTIONISMUS-DEBATTE LASTET AUF DEN MÄRKTEN

Die im Februar aufkommende Volatilität an den Kapitalmärkten setzte sich im März nahtlos fort, nachdem die US-Administration unter Donald Trump Strafzölle auf Aluminium- und Stahlimporte initiierte. Die weltweiten Börsen reagierten verschnupft und zeichneten den Trend der korrigierenden US-Börsen minutiös nach. Während die US-Aktienindizes Dow Jones Industrial und Nasdaq gegenüber Februar nochmals gute 5 Prozent einbüßten, verloren deutsche (DAX) und europäische Aktien (EURO STOXX 50) mit knapp 3 Prozent etwas weniger. Der DAX konnte zum Monatsende zumindest die Marke von 12.000 Punkten zurückerobern. Der hohe Grad der Verunsicherung ließ sich auch am Fluchthafen Bundes­anleihen ablesen: die Rendite deutscher Staatsanleihen mit 10 Jahren Restlaufzeit fiel auf 0,50 Prozent zurück – im Februar wurde noch ein Zwischenhoch von 0,77 Prozent erreicht. Europäische Peripherie-Anleihen konnten ihre Renditeaufschläge in einem positiven Makroumfeld teilweise deutlich verringern (z.B. Spanien, Portugal).

Der Euro bleibt stark – Rohstoffe können sich knapp behaupten
Der Euro konnte sich im labilen Börsenumfeld gegenüber den wichtigsten Handelswährungen gut behaupten. Speziell zum US-Dollar bleibt die Schwankungsbreite im technischen Korridor 1,22 bis 1,25 EUR/USD bestehen. Eine stärkere Aufwertung vollzieht die Gemein­schafts­währung seit einiger Zeit gegenüber den skandinavischen Währungen. Sowohl Rohöl als auch Edelmetalle konnten sich den Börsenschwankungen der letzten Wochen hingegen entziehen, wenngleich das Gold (1.320 US-Dollar) als Krisenschutz abermals enttäuschte. Industrie­metalle schlossen das erste Quartal 2018 mit leichten Verlusten ab. So sank der Kupferpreis um knappe 8 Prozent auf 3 US-Dollar pro Pfund.

Makroumfeld: Leichte Stimmungseintrübung weckt Sorge über Konjunkturdynamik
Die europäischen Stimmungsindikatoren Europa zeichneten im März ein differenziertes Bild. So lag der Einkaufsmanager-Index für die Industrie der Euro-Zone (PMI) bei 56,6 Punkten, während der ifo-Index für Deutschland einen Rückgang auf 114,7 Zähler zu verzeichnen hatte. Beide Werte liegen im historischen Vergleich zwar noch auf einem soliden Niveau und attestieren der europäischen Konjunktur eine verbleibend gute Lage, dennoch ist eine leichte Stimmungs-Eintrübung spürbar. So sinkt der PMI bereits seit Januar dieses Jahres. Das ifo Geschäftsklima hat sich zum zweiten Mal verschlechtert. Ob damit schon eine Wachs­tums­ver­lang­samung vorliegt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden, denn auch das schwache Kapitalmarktumfeld und die um sich greifende „Zollangst“ dürfte die Umfrageteilnehmer negativ beeinflusst haben.

Internationale Geldpolitik differenziert
Die Notenbanken der USA und der Eurozone fahren derzeit einen unterschiedlichen Kurs. In den USA kam es Ende März zur sechsten Zinsanpassung seit 2016 auf die Spanne 1,50 bis 1,75 Prozent. Die EZB führt hingegen ihr QE-Programm mit 30 Mrd. Euro Anleihekäufen pro Monat noch bis September 2018 durch. Erst zum Jahresende kündigte EZB-Präsident Mario Draghi das Ende der ultra-expansiven Phase an. Das Zinsniveau soll aber noch über einen längeren Zeitraum tief bleiben. Entscheidend ist die immer noch unter dem Zielkorridor liegende Inflationsentwicklung. Denn trotz höherer Rohstoff- und Produzentenpreise zeigt sich der Inflationsdruck in Europa derzeit auffallend gering. Während die Preise in den USA um ca. 2,2 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, liegt die Teuerung in Europa auf sehr niedrigen 1,2 Prozent in der Kernrate (exklusive Energie und Nahrungsmittel).


Stand: 03.04.2018

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