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Zwar steigen die Corona-Neufallzahlen weltweit wieder deutlich an, doch haben sie vergleichsweise geringere Auswirkungen auf die betroffenen Volkswirtschaften. Einerseits werden Restriktionen immer gezielter und nicht mehr flächendeckend implementiert.

Trotz der weltweit massiv steigenden Corona-Neufallzahlen halten sich die direkten wirtschaftlichen Auswirkungen in Grenzen. So zeigen Mobilitätsdaten für Freizeiteinrichtungen und Einzelhandel in verschiedenen Staaten Europas zwar einen nachlassenden Kundenverkehr an, allerdings fällt das Ausmaß deutlich geringer aus als im Zuge der restriktiveren Corona-Restriktionen im Vorjahreszeitraum.

Die Industrie leidet global weiterhin massiv unter Materialmangel bei Rohstoffen und Vorprodukten. Zunehmend verschärft sich auch die Situation im Einzelhandel und in der Bauwirtschaft aufgrund anhaltender Lieferengpässe sowie bei Dienstleistern wegen der Aussicht auf verschärfte Restriktionen im Zuge steigender Corona-Fallzahlen.

Die Politik der größten internationalen Notenbanken divergiert zusehends. Während die US-Notenbank Fed und die Bank of England die Gefahren anhaltend erhöhter Inflationsraten klar benennen und in ihren jüngsten geldpolitischen Beschlüssen durch einen absehbaren Pfad zur Beendigung der Wertpapierkäufe (Fed) bzw. durch eine Leitzinsanhebung (BoE) adressieren, bleibt die EZB dabei, dass die Preissteigerungsraten nur temporären Charakter haben.

Neben anhaltenden Lieferengpässen und zunehmenden Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen wird die deutsche Wirtschaft derzeit zusätzlich von den Auswirkungen der wieder deutlich steigenden Corona-Neufallzahlen belastet. Diese Gemengelage führte erneut zu einer Eintrübung der Geschäftsaussichten gemäß jüngstem ifo-Geschäftsklimaindex in allen betrachteten Branchen, also neben den Bereichen Industrie und Dienstleistungen auch im Handel und in der Bauwirtschaft.

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