Konjunktur
Die globale Wachstumsdynamik dürfte auch im Jahr 2026 mit rund 3 Prozent im historischen Kontext schwach ausfallen. Dabei wird die Gruppe der Schwellenländer, vor allem aus Asien und inkl. Indien, mit 5 bis 7 Prozent Wachstum erneut der Wachstumstreiber sein. Für China hingegen ist mit rund 4,5 Prozent nur eine schwache Wachstumsdynamik zu erwarten. Zu stark wiegen anhaltende strukturelle Bremsfaktoren wie fallende Immobilienpreise und dadurch ausgebremste Konsumlaune sowie die perspektivisch sinkende Bevölkerung. Für die US-Volkswirtschaft bleibt eine moderate Konjunkturabkühlung (soft landing) das wahrscheinlichste Szenario. Zwar könnte Politik immer wieder für Verunsicherung sorgen, allerdings ist wahrscheinlicher, dass angesichts der im Herbst 2026 anstehenden Mid-Term-Elections und aufgrund des 250-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit stimulierende fiskalische Maßnahmen erfolgen und es damit zu positiven Konjunkturüberraschungen kommen könnte. Das Wachstum in der Eurozone sollte sich als stabil erweisen. Innerhalb Europas dürfte sich Spanien mit etwa 2 Prozent vergleichsweise positiv entwickeln, während Italien, Frankreich und Deutschland mit knapp unter 1 Prozent das Wachstumsschlusslicht bilden werden. Im Vergleich zu den Vorjahren wird Deutschland damit allerdings recht dynamisch zulegen.
Allerdings gehen die Impulse vornehmlich von staatlichen Aufträgen für den Ausbau der Infrastruktur und zur Ertüchtigung der Verteidigungsfähigkeit aus. Das Verarbeitende Gewerbe dürfte weiter unter der global schwachen, durch Handelskonflikte und das stockende Wachstum Chinas ausgebremsten Industriegüternachfrage leiden. Die etwas dynamischeren Dienstleister und eine erwartete Belebung des Wohnungsbaus können die Schwäche der Exportwirtschaft kaum ausgleichen. Ein selbstragender Aufschwung mit deutlich steigenden privaten Konsum- und Investitionsausgaben ist daher nicht absehbar…
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