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lucasfliescher
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lucasfliescher2026-01-14 14:28:162026-01-14 14:28:16Markt Kompakt #107: Profitiert Europa von Trumps Chaos?20.01.2026 / Stefan Schneider
Immobilienmarkt stabilisiert sich – mit klarer Differenzierung
Nach den Korrekturen der vergangenen Jahre zeigt sich der deutsche Immobilienmarkt zunehmend stabilisiert. Für 2026 und 2027 erwarten wir keine schnelle Rückkehr zu den Wachstumsraten der Niedrigzinsphase, wohl aber ein marktgesundes Umfeld mit klareren Preissignalen, besserer Planbarkeit und neuen Chancen für langfristig orientierte Investoren.
Immobilieninvestitionen: Zinsumfeld bietet mehr Planungssicherheit
Das Zinsniveau dürfte sich in den kommenden Jahren auf einem moderaten, kalkulierbaren Niveau einpendeln – was gut ist für Immobilieninvestitionen. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank signalisiert zunehmend Stabilität statt weiterer Verschärfung. Für Immobilieninvestoren bedeutet dies verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten und eine höhere Transaktionsbereitschaft. Gleichzeitig bleibt die Kreditvergabe diszipliniert – solide Eigenkapitalstrukturen gewinnen weiter an Bedeutung. Die steigenden Eigenkapitalanforderungen bei Immobilienfinanzierungen wirken an der ein oder anderen Stelle aber häufig als Hemmnis zur Investition, vor allem im Bereich der Kapitalanleger auf der Privatseite.
Wohnimmobilien: Knappheit bleibt der zentrale Treiber
Der Wohnungsmarkt bleibt strukturell unterversorgt. Sinkende Neubautätigkeit, steigende Baukosten und regulatorische Anforderungen treffen auf anhaltende Nachfrage nach Immobilien in Ballungsräumen.
Wir erwarten für gute Lagen stabile bis leicht steigende Preise beim Immobilienkauf sowie weiter steigende Mieten. Entscheidend ist die Qualität: energieeffiziente Objekte und urbane Lagen bleiben klar bevorzugt, während weniger attraktive Standorte nur selektiv gefragt sind.
Gewerbeimmobilien: Polarisierung setzt sich fort
Im Gewerbesegment verstärkt sich die Spreizung nach Objektqualität und Nutzung. Moderne Büroimmobilien in zentralen Lagen bleiben gefragt, während ältere Bestände ohne ESG-Perspektive unter Druck stehen. Logistik- und Light-Industrial-Immobilien profitieren weiterhin von strukturellen Trends wie E-Commerce und regionalen Lieferketten.
Der Einzelhandel zeigt sich stabil im Bereich Nahversorgung und Fachmärkte, während klassische Einkaufszentren nur mit überzeugenden Nutzungskonzepten attraktiv sind.
ESG: Werttreiber und Risikofaktor zugleich für Immobilieninvestoren
Nachhaltigkeit entwickelt sich endgültig vom Zusatzkriterium zum Preis entscheidenden Faktor. Energieeffiziente Immobilien profitieren von besserer Finanzierbarkeit und stabilerer Nachfrage. Gleichzeitig verlieren Objekte mit hohem Sanierungsbedarf an Attraktivität, sofern keine klare Transformationsstrategie besteht. Laut Einschätzungen der deutschen Bundesbank wirkt sich diese Entwicklung zunehmend auch auf Bewertungen und Beleihungswerte aus.
Investmentperspektive für Immobilien: Chancen durch Selektivität
Für 2026 und 2027 rechnen wir mit moderat steigenden Transaktionsvolumina und attraktiven Einstiegsmöglichkeiten, insbesondere bei qualitativ guten Bestandsimmobilien. Erfolgreiche Investments erfordern aktives Management, realistische Annahmen und einen langfristigen Anlagehorizont.
Fazit: Immobilien bleiben eine interessante Assetklasse
- Der deutsche Immobilienmarkt tritt in eine Phase der Normalisierung ein.
- Nicht breite Marktbewegungen, sondern sorgfältige Auswahl, Lagequalität und Nachhaltigkeit entscheiden über den Erfolg.
- Für langfristig orientierte Anleger bietet das Marktumfeld 2026 und 2027 attraktive, gut kalkulierbare Chancen.
Sie überlegen, in eine Immobilie zu investieren oder zu verkaufen? Gern beraten wir Sie, analysieren die Immobilie und helfen Ihnen auch bei der Suche nach Ihrer Traumimmobilie oder dem richtigen Käufer. Sprechen Sie uns an!
Ich freue mich auf Ihre Nachricht:
Stefan Schneider
Abteilungsleiter Immobilienmanagement
stefan.schneider@donner-reuschel.de
Tel. +49 89 2395-1859













